Knochenaufbau – Die Basis für festen Zahnersatz

Für ein langfristig stabiles Zahnimplantat und zuverlässigen Halt, benötigt es eine ausreichende Menge an Kiefer­knochen. Nach Zahnverlust oder aufgrund von Entzündungen kann sich der Knochen jedoch zurückbilden – manchmal so stark, dass für eine Implantation zunächst ein Knochen­aufbau (Augmentation) notwendig wird.

In unserer Praxis bieten wir moderne und schonende Verfahren an, um den Knochen­verlust nach Extraktion möglichst gering zu halten und um verloren gegangene Knochen­substanz gezielt wieder­herzustellen und damit die Grundlage für funktionellen und ästhetischen Zahnersatz zu schaffen.

Knochenaufbau
Knochenaufbau

Ursachen für Knochenverlust

  • Zahnverlust: Nach einer Zahn­entfernung baut sich der Knochen im Kiefer ohne Belastung kontinuierlich ab.
  • Parodontitis: Chronische Zahnfleisch­erkrankungen können zu massivem Knochenrückgang führen.
  • Längere Zahnlosigkeit: Fehlende Zähne über Jahre hinweg führen zu einem deutlichen Abbau der Kieferkämme.
  • Unfall oder Trauma: Verletzungen im Mundbereich können ebenfalls zu Knochendefekten führen.

Methoden des Knochen­aufbaus

Horizontaler Knochenaufbau

Ist der Kieferknochen zu schmal, um ein Implantat sicher zu verankern, erfolgt ein horizontaler Knochenaufbau. Dabei wird der Knochen in seiner Breite verstärkt, etwa durch Knochenblöcke oder spezielle Knochenersatz­materialien. Ziel ist es, eine stabile Basis zu schaffen, ohne die Nachbar­strukturen zu beeinträchtigen.

Sinuslift (Kieferhöhlen­anhebung)

Im Oberkiefer-Seitenzahnbereich ist die Knochenhöhe oft durch die Nähe zur Kieferhöhle begrenzt. Mit einem Sinuslift wird die Kieferhöhlen­schleimhaut vorsichtig angehoben und der entstandene Raum mit Eigenknochen oder Knochenersatz­material aufgefüllt.

  • Interner Sinuslift: Kleinere Anhebung, oft zeitgleich mit der Implantation möglich.
  • Externer Sinuslift: Größere Knochen­aufbauten, wenn wenig Restknochen vorhanden ist.

Diese Technik ist seit vielen Jahren erprobt und bietet eine sehr hohe Erfolgsquote.

Kammprophylaxe (Socket Preservation)

Um Knochenabbau direkt nach einer Zahnentfernung vorzubeugen, kann das leere Zahnfach gezielt mit Knochenersatz­material aufgefüllt werden. Diese sogenannte Kammprophylaxe erhält die natürliche Knochen­höhe und -breite, sodass Implantate später oft einfacher und schonender gesetzt werden können.

Materialien beim Knochenaufbau

  • Eigenknochen (aus Kiefer oder anderen Körperregionen)
  • Knochenersatz­materialien (synthetisch, tierisch oder pflanzlich)
  • Kombinationen aus Eigen- und Ersatzknochen

Welche Methode für Sie am besten geeignet ist, entscheiden wir individuell nach einer gründlichen Diagnostik.

Ablauf & Heilung

Ein Knochenaufbau wird je nach Ausgangslage entweder vor der Implantation oder zeitgleich mit dem Setzen des Implantats durchgeführt. Nach der Behandlung benötigt der Knochen mehrere Monate, um stabil einzuwachsen. Erst dann wird das Implantat sicher belastbar.

Ihr Vorteil: Stabilität & Ästhetik

Ein erfolgreicher Knochenaufbau sorgt nicht nur für die notwendige Stabilität eines Implantats, sondern trägt auch entscheidend zu einer ästhetisch ansprechenden Zahnversorgung bei. Denn nur mit einem stabilen Knochen­fundament können Implantate und Zahnersatz so gesetzt werden, dass sie natürlich wirken und dauerhaft belastbar sind.

Dr. Holfeld Kaarst Ärzte-Team

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